Wenn wir uns an einen meiner anderen Artikel erinnern, besteht die nordische Mythologie im Grunde aus drei Dingen: Saufen, Schlägereien und Shenanigans. Die heutige Geschichte hat zwei der drei Dinge, die aber dafür wesentlich intensiver.

Aber zuerst, wie immer zum langwierigen Teil:

Der langwierige Teil

Also. In der nordischen Mythologie, gibt es mehrere Göttergeschlechter. Neben den Asen, also Odin und der Gang, gibt es da noch die Wanen. Sie sind das ältere der beiden Geschlechter und haben ebenfalls eine sehr wichtige Daseinsberechtigung. Die sind nämlichfür Herdfeuer, Ackerbau und Fruchtbarkeit aller Art (auch Wohlstand) zuständig. Die Asen und die Wanen lebten am Anfang noch getrennt von einander. Sie waren jetzt nicht direkt verfeindet, aber auch nicht gut befreundet.

Jetzt gab es den Wanenkrieg. Und die Geschichte, wie der entstanden ist, ist ein bisschen komisch.

Aber das erzähle ich euch im spannenden Teil:

Der spannende Teil

Der Wanenkrieg

Die Gullweig, eine Vanenhexe, geht nach Asgard. Warum? Das weiß keiner. Sie erzählt den Asen, dass die Wanen einen Mordsreichtum haben. Worrauf die Asen antworten: Ja gut, aber wie? Das wollte sie ihnen nicht erzählen, woraufhin die Asen sie dann einfach mit Speeren erstochen haben. Gullweig stellt sich allerdings als Rasputin der nordischen Mythologie heraus und lässt sich einfach nicht töten. Deswegen zünden die Asen sie dann einfach an. Nachdem sie das aber ebenfalls dreimal überlebt hat, jagen die Asen sie einfach aus Asgard heraus oder erkennen sie an (als Ase?), je nach Überlieferung.

Diese ganze Aktion finden die Wanen im Allgemeinen nicht so gut woraufhin ein großer Krieg entbrennt. Die Sieger des Krieges sind die Wanen. Da die aber ein sehr gerechtes und nobles Volk sind, geben sie sich mit Gleichberechtigung zu den Asen zufrieden. Um den Frieden zu besiegeln tauschen die beiden Geiseln aus, die fortan beim jeweils anderen Leben soll. Die Wanen gaben den Asen drei Leute. Der Meeresgott Njördr und seine Kinder Freya und Freyr. Die Asen geben den Wanen dafür Hönir, einem Asen mit dem sie die ersten Menschen geformt haben, und den Riesen Mimir, der für Wissen und Weißsagung zuständig ist. Damit haben wir den Wanenkrieg abgeschlossen.

Der Wiederaufbau von Asgard

Nach dem Wanenkrieg ist Asgard leider etwas zerstört und sie müssen es wieder aufbauen. Deswegen bitten sie einen Reifriesen Asgard wiederaufzubauen. Dieser Reifriese will aber als Preis dafür die Sonne, den Mond, die Sterne und die Wanin Freya. Worauf die Asen (und insbesondere Freya) antworten: SACHMA, HAST DU LACK GESOFFEN?!

Aber nach einer Unterredung mit Loki stimmen sie dem ganzen zu unter der Bedingung, dass er den Bau in sechs Monaten ohne Hilfe abschließen muss. Der Riese stimmt dem ganzen zu, räumt aber ein, dass er die Hilfe seines Pferdes Svaldifari braucht. Nachdem auch dazu Loki sein Okay gegeben hat beginnt er damit die Stadt wiederaufzubauen.

Der Riese baut so vor sich hin und nach 5 Monaten und 27 Tagen ist er fast fertig, was die Asen (und insbesondere Freya) den kalten Schweiß ausbrechen lässt. Loki verwandelt sich aber in eine Stute, verführt den Hengst des Riesen und verzögert so den Bau, dass der nicht in der abgemachten Zeit fertig wird.

Das findet der Riese jetzt weniger cool und gibt sich in Rage als ein Hrimthurse zu erkennen. Die waren mit den Asen verfeindet und das veranlasst Thor im ordentlich die Glatze zu putzen, was den Riesen zu einem Ex-Riesen macht (er bringt ihn um).

Loki gebiert dann das achtbeinige Pferd Sleipnir, das aus der Zusammenkunft mit Svaldifari entstanden ist (frag nicht, der Mann ist ein Gestaltwandler, der wird es auch schaffen ein Pferd mit acht Beinen zu gebären) und macht es Odin zum Geschenk.

Fazit

Ja, so schnell kann es gehen. Erst denkt man, man hat einen guten Deal gemacht, und dann kommt Loki daher und lässt sich von deinem Pferd schwängern und als Bezahlung gibt es einen Hammer ins Gesicht. Wie gewonnen so zerronnen.

Ich hoffe du hattest Spaß beim Lesen! Falls du Anmerkungen oder Anregungen hast, schreib mir wie immer eine Mail über mein Kontaktformular oder einen Kommentar!